20. Unerhört! Musikfilmfestival
BIG MAMA THORNTON: I CAN’T BE ANYONE BUT ME
2024 wurde Willie Mae „Big Mama“ Thornton in die Rock ’n’ Roll Hall of Fame aufgenommen: Die Afro-Amerikanerin aus Alambama war eine der größten Blues-Sängerinnen aller Zeiten. Berühmt für das Original von „Hound Dog“ (drei Jahre später von Elvis gecovert) und den von ihr selbst geschriebenen Song „Ball & Chain“ (mit dem Janis Joplin ihre Karriere startete), blieb sie immer ihrem ganz eigenen Stil treu, nicht zuletzt, indem sie sich Geschlechternormen widersetzte und schon Männerkleidung trug, als dies noch ein Skandal war. Thornton wog 300 Pfund, war 1,80 groß und führte konsequent das Leben einer Bluesmusikerin: ständig unterwegs, viel Alkohol, viele Auftritte ohne Bezahlung. Ihrer Gesundheit war das wenig zuträglich, und so starb sie schon im Alter von 57 Jahren, beigesetzt in einem Armengrab – nicht ohne zuvor noch einen mitreißenden Auftritt in Los Angeles hinzulegen und zu beweisen, dass sie bis zum Schluss über eine kraftvolle Stimme und eine beeindruckende Bühnenpräsenz verfügte.
Musik, Dokumentation; Englisch
USA 2025
Regie: Robert Clem;
88 Min.
FSK k.A.






