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Liebe, D-Mark und Tod (Aşk, Mark Ve Ölüm)

Aşk, Mark ve Ölüm ist der Titel eines Gedichts des türkischstämmigen Schriftstellers Aras Ören, das 1982 von der NDW-Band Ideal vertont wurde. Deutscher New Wave ist in Liebe, D-Mark und Tod allerdings nicht zu hören. Ganz im Gegenteil ist der Film von Cem Kaya eine längst überfällige Aufarbeitung eines Kapitels deutsch-türkischer Musikgeschichte, das von deutschen Medien ignoriert wurde. In den 1960er Jahren kamen die ersten ‚Gastarbeiter‘ genannten Arbeitsmigranten aus der Türkei nach Deutschland und brachten ihre eigene Musik mit. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich eine eigenständige und vielfältige Musikkultur in der BRD. Von den melancholischen Gurbetçi-Liedern (Lieder aus der Fremde) über politische und politisierende Rockmusik bis zu traditioneller Hochzeitsmusik und HipHop entsteht eine musikalische Vielfalt, die ohne den kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern unmöglich gewesen wäre.

Zwischen ausgelassener Partykultur, Heimweh und Alltagsrassismus entspannt sich diese deutsch-türkische Parallelgeschichte, die absolut sehenswert und ein großes Glück für die deutsche Kinolandschaft ist.

Dokumentation; Deutsch, Türkisch mit Untertiteln
Regie: Cem Kaya
Deutschland 2022, 96 Min.

Themen: Musik, Migration

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