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Über die Unendlichkeit Om Det Oändliga

Was die einzelnen Episoden zusammenhält ist die Menschlichkeit, die in ihrer Alltäglich-, Wunderlich- und Grausamkeit herausgestellt wird, unter der unverzagten Narration einer weiblichen Erzählstimme. Dank dieser verdichten sich die mal abstrusen, mal banalen Geschichten beinahe schon zu Märchen, die von Vätern, die ihren Kindern bei Regen die Schuhe binden oder Kreuzigungen in einem Dorf handeln, Pärchen, die traumgleich über das vom Krieg gebeutelte Köln schweben. Ähnlich die Erfahrung für das Publikum, das eintaucht in eine unendliche Geschichte über die Verletzlichkeit unserer menschlichen Existenz. Diese zu veranschaulichen war das Ziel des Regisseurs, denn er denkt, dass es ein hoffnungsvoller Akt, sei, etwas zu schaffen, das Verletzlichkeit zeigt, "denn wenn man sich der Verletzlichkeit des Menschen bewusst bist, wird man respektvoller und geht sorgfältiger mit dem um, was man hat." sagt er Andersson im Interview. Deutliche Bilder, offen inspiriert von der Neuen Sachlichkeit überzeugt der Film mit einer Ästhetik, die alles in die Schärfe nimmt, sodass kein Detail im Hintergrund verschwimmt. Alles ist wichtig, ein Zeitbild, das Geschichte als Teil der Gegenwart anerkennt. H

Experimental, Drama; Schwedisch mit englischen Untertiteln
Regie: Roy Andersson
Mit Martin Serner, Jessica Lothander, Tatjana Delaunay, Anders Hellström, Jan Eje Ferling, Bent Bergius, Thore Flygel
Schweden, Deutschland, Norwegen 2019, 78 Min.

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